(Eigentlich habe nicht geplant, Herrn K und seinen "Farmerkollegen" eine eigene Seite auf meiner Internetpräsenz zu widmen, leider funktioniert meine PDF Datei nicht und da mein Text zu kostbar ist, um ihn nicht mit meinen Besuchern zu teilen, habe ich für eine eigene Seite entschieden)
Das ist definitiv kurios, aber ich benötige keinerlei Hilfe!
Durch ein paar gute Freunde wurde ich Mitte Februar darauf aufmerksam gemacht, dass sich ein fescher Holländer (Herr K.) auf seiner Facebook-Pinnwand über mich beschwerte. Er unterbrach dafür sogar sein Farmvillespiel und das sollte schon etwas heißen. Wie ich erfuhr, bezeichnete er mich dort als „bad looser“ (schlechte(r) looser). Nun, dies hat mich ehrlich gesagt sehr verwundert und ich konnte mit diesem Begriff nicht wirklich etwas anfangen. Wie man an meinem Englisch merkt, bin ich keine Englisch-Muttersprachlerin, aber dennoch war ich mir sicher, dass es dieses Wort „looser“ nicht gibt. Wie kann ich also etwas sein, was es gar nicht gibt?! Das war schon der erste Gehirnfurz in seiner Anmerkung und wie man an meiner Formulierung erkennen kann auch nicht der Letzte. Aber man sollte ein gutes Buch nicht in der Mitte aufschlagen und anfangen zulesen und aus diesem Grund werde ich alles der Reihe nach erzählen. Ich denke, dass die meisten Leser meine Einstellung zum Thema „Erscheinungsbild des Tollers“ kennen, aber für solche, die meine Einstellung nicht kennen, werde ich sie noch einmal kurz zusammenfassen. Für mich ist und bleibt der Duck Toller ein Arbeitshund und genau aus diesem Grund habe ich mich für die Rasse entschieden. Ich denke darin sind wir (Tollerbesitzer) uns alle einig. Was mich jedoch stört, ist, dass etliche Züchter/Besitzer der Meinung sind, der Toller sei glücklicherweise eine Rasse mit einer optisch sehr großen Vielfalt. Oder anders ausgedrückt: „Es gibt kein Idealbild des Duck Tollers, alle Toller mit FCI-Papieren repräsentieren im hohen Maße den Standard.“ Bei allem Respekt, aber wie kann ich bei einer Rasse, deren Rassemerkmale in einem Standard niedergeschrieben sind behaupten, dass es kein Idealbild der Rasse gibt? Der Standard beschreibt den optimalen Toller und genau nach diesem Standard wird auf Ausstellungen gerichtet. Ein Toller von 54 cm Schulterhöhe und einer Struktur, die eher einem Saluki ähnelt, weicht aus diesem Grund vom Standard ab und ist gewiss optisch kein „typischer/standardgemäßer“ Toller und er gehört ebenso wenig einer „optischen Vielfalt“ an. Der Standard lässt – zum Glück – natürlich einen gewissen Interpretationsspielraum und so untertscheiden sich selbst dem Standard im hohen Maße entsprechende Hunde in gewissen Merkmalen und sie sehen nicht aus wie eineiige Zwillinge. Wäre die „Schönheit“ aber reine Geschmackssache, wie es viele Tollerbesitzer nennen und würden die Zuchtrichter sich auch rein nach ihrem subjektiven Geschmack richten, so würde wahrscheinlich auf jeder Ausstellung ein völlig anderer Hund gewinnen. Dies ist evidenterweise nicht so! Ich hatte nie geplant Joker (&Sadiki) so regelmäßig auszustellen, aber mit der Zeit habe ich Spaß daran gefunden und ich setzte mich insbesondere mit dem Standard des Tollers auseinander und genau da viel es mir auf, dass sehr viele in Deutschland ausgestellte ( & gezüchtete) Toller optisch weit vom Standard entfernt sind. Das bedeutet natürlich nicht, dass man diese Hunde generell als „schlechte Rassevertreter“ abstempeln sollte, denn ein Rassehund wie der Toller zeichnet sich natürlich auch durch sein Wesen/seine Arbeitsanlagen und die Gesundheit aus. Ich möchte mir auch gar nicht anmaßen zu behaupten, dass diese Hunde nicht wertvoll für die Zucht seien. Ganz im Gegenteil! Aber das Problem liegt hier – meiner bescheidenen Meinung nach – bei den Besitzern/Züchtern. Indem sie sich dem Standard weniger entsprechende Hunde mit z.B. fehlender Substanz, Flippohren, Über-/Untergröße als Vielfalt schön reden, werden sie für diese Fehler blind und schaden somit der Rasse. Wie ich bereits erwähnte, wollte ich anfänglich gar nicht regelmäßig ausstellen, doch die durchweg positiven Richterberichte über Joker führten mich dann langsam aber sicher in die Ausstellungswelt. Ein ausschlaggebender Punkt ist hier mit Sicherheit der Richterbericht von Frau Grevelink, indem es am Ende hieß: „should have a bright future“ . Die Richterin legte mir ans Herz, diesen Hund auf jeden Fall weiter auszustellen und genau das machte ich dann auch. Im Jahr 2008 stellte ich regelmäßiger aus und vor allem stellte ich Joker auch unter deutschen Allgemeinrichtern aus. Er gewann nun öfter die Rasse, wurde jedoch im Gruppenwettbewerb, wie alle Toller zu dieser Zeit in Deutschland, kaum beachtet. Dennoch nahm ich auch weiterhin am Gruppenwettbewerb teil, denn 1. fand und finde ich die Atmosphäre dort sehr schön und 2. bin ich nicht der Typ, der so schnell aufgibt. Joker war zu diesem Zeitpunkt erst 1 ½ Jahre, somit hatten wir noch genug Zeit und jeder Gruppenwettbewerb gab mir die Chance mein Handling zu verbessern und mir von „Profis“ etwas abzugucken. Von anderen Tollerbesitzern wurde ich natürlich belächelt. Ganz nach dem Motto: „Das kleine Mädchen hat wohl nicht geschnallt, dass der Toller nicht den Geschmack der Gruppenrichter trifft.“ Ich kann nur sagen: Immerhin hat das kleine Mädchen verstanden, dass im Gruppenwettbewerb die jeweiligen Hunde erneut mit ihrem jeweiligen Standard verglichen werden und derjenige gewinnt, der seinen Standard am Besten repräsentiert (das Handling zählt natürlich auch) und vielleicht hat das kleine Mädchen dann sogar gemerkt, dass viele Toller einfach „übersehen“ werden, weil sie ihrem Standard einfach nicht so nahe kommen wie ein Am. Cocker Spaniel oder auch ein Labrador Retriever. Denn wie „wertvoll“ ein BOB ist, hängt auch von Anzahl und Qualität der restlichen gemeldeten Hunde der Rasse ab. Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie ein Herr P. mit seinem substanzlosen 54 cm Toller und stolz geschwellter Brust den Ausstellungsring in Leipzig verließ und auf meine Frage hin, ob er denn nicht bis zum Gruppenwettbewerb bliebe, da er das BOB gemacht habe nur lächelnd antwortete: „Was will ich denn da? Die Richter kennen die Toller doch gar nicht!“ Nun lieber Herr P., im Nachhinein kann ich Sie belächeln und sagen: Die Richter kennen den Standard besser als Sie und genau das ist der Grund, warum Ihr Hund im Gruppenwettbewerb keine Beachtung findet. Joker hat im Jahr 2009 seine erste Gruppenplatzierung erreicht und es folgten – bis zum heutigen Tage – weitere 10 Platzierungen und ein BIS 3. Ich persönlich glaube somit kaum, dass man behaupten kann, dass die Richter den Toller einfach übersehen. Zumindest kann man sagen, dass sie Joker nicht übersehen haben und dafür muss es ja einen Grund geben. Jetzt müsste man eigentlich meinen, dass der letzte Tollerzüchter/-besitzer erkennt, dass auf Ausstellungen nach einem Standard gerichtet wird und dass Joker diesem Standard dann ja irgendwie nahe kommen muss. Wer das denkt, hat nicht mit dem Kopf eines deutschen durchschnitt Tollerhalters gedacht. Nachdem Joker mehrere Gruppenplatzierungen gewonnen hat, deuten die Züchter/Besitzer die häufigen Platzierungen scheinbar einfach als ein Zeichen, dass sich die Richter an den Toller „gewöhnt haben“. Sie bemerken noch nicht einmal, dass sich die Toller, die regelmäßig in der Gruppe platziert werden, in Struktur, Substanz und Fellanlage ähneln. Nein, sie behaupten weiterhin, dass es reine „Geschmackssache“ sei, ob ein Toller platziert wird oder nicht. Wahrscheinlich wartet aus diesem Grund nun auch ein Herr P. auf den Gruppenwettbewerb, denn wenn es reine Geschmackssache ist, dann kann es natürlich sein, dass selbst sein Rüde einmal platziert wird. Trauriger weise fördern solche Menschen mit ihrem Denken jedoch die Spaltung der Rasse in Show und Arbeit und ferner unterstützen sie dann solche Richter in ihren Aussagen, die die Toller aufgrund ihrer schlechten Qualität nur sehr ungern richten und wenn sie richten, dann sehr lustlos. Vor 2 Jahren führte ich nach dem Richten ein schockierendes Gespräch. Der polnische Richter Herr S. sagte mir, dass er keinen Spaß habe die Toller zu richten, da sie so eine schlechte Qualität aufweisen, dass er gar nicht nach dem Standard richten könne, denn jeder einzelne Hund besäße Unmengen an Fehlern. Ich finde diese Aussage des Richters einfach zu pauschalisierend, denn auch wenn die Qualität des Tollers zweifelsohne – vor allem in Deutschland – nicht die beste ist, so gibt es 1. dennoch wirklich vorzügliche Rassevertreter und 2. muss man immer nach dem Standard richten, auch wenn es dann bedeutet, dass es auf einer Ausstellung eben keinen Rassebesten gibt, weil alle gemeldeten Hunde „nur“ ein SG bekommen haben. Aus diesem Grund freue ich mich, dass Joker nun auch die Toller in der Gruppe ein wenig bekannter machen konnte, da es hoffentlich auch diesem Richter zeigt, dass es sich lohnt sich ein wenig intensiver mit der Rasse und dem Standard auseinander zusetzen. Nun ist es aber an der Zeit wieder auf Herrn Ts Anmerkung zurückzukommen, welche er nach der Internationalen Ausstellung in Rheinberg verfasste. Vorab sei schon einmal gesagt, dass er in Rheinberg nicht persönlich anwesend war, sondern seine Ehegattin Frau S. Als echter holländischer Hausherr übernimmt er jedoch die „Sprechrolle“ und als solcher muss man auch nicht fragen, ob man ein paar Zeilen von meiner Webseite kopieren kann, nein man macht es einfach. Na ja, es soll ja wirklich Menschen geben, die den simpelsten Sachverhalt nicht mir ihren eigenen Worten wiedergeben können, insofern nehme ich es ihm nicht übel. Ich schrieb damals, dass Joker ein V3 in der Championklasse bekam und ich Sadiki dann nicht mehr ausstellte. Ein V3 ist natürlich absolut keine schlechte Formwertnote, aber wie alles im Leben ist es relativ und ob man sich darüber freut oder nicht, hängt u.a. von der Qualität der Hunde ab, die vor einem platziert werden. Würde Joker z.B. mit einigen kanadischen/amerikanischen oder skandinavischen Rüden in einem Ring stehen und ein V4 bekommen, dann würde ich mich darüber riesig freuen. Mehr möchte ich dazu auch gar nicht erläutern. Was aber das Ehepaar K. und S. besonders verärgerte, war die Tatsache, dass ich meinen jüngsten Rüden nicht mehr ausstellte. Ich kann mich eigentlich nicht daran erinnern, aber sollten Sie, lieber Herr K. oder Sie, liebe Frau S. mir ein kleines verspätetes Weihnachtsgeschenk gemacht haben und die Meldegebühr für Sadiki überwiesen haben, dann tut es mir nun aufrichtig Leid, dass sie ihr Geld umsonst ausgegeben haben und ich kann verstehen, warum sie sich darüber ärgern, dass ich Sadiki nicht ausgestellt habe. Da ich aber meinen Kontoauszug hier liegen habe, kann ich zweifelsfrei leider feststellen, dass sie mir kein verspätetes Weihnachtsgeschenk gemacht haben. Folglich kann ich nicht verstehen, warum sie sich darüber ärgern, dass ich mein eigenes Geld umsonst ausgegeben habe. Natürlich finde ich es rührend, dass sich so mit meinen Angelegenheiten auseinandersetzen, aber ich glaube, neben Herrn K. virtuellen Farmarbeiten, wäre es angebrachter diese Energie in Ihre über 10 Toller zu stecken. Aber dazu später mehr. Nun fragen sich einige Menschen bestimmt, was der Anlass war, dass Herr K. sich überhaupt die Mühe gemacht hat ein paar Zeilen über mich und mein angeblich schlechtes Verhalten zu schreiben. Allein die Tatsache, dass ich einen meiner Hunde nicht ausstellte kann ja kaum der Grund dafür sein, dass Herr K. seine virtuellen Farmarbeiten unterbricht. Nein, das war auch nicht der ausschlaggebende Punkt! Vielmehr war es eine E-Mail, die mein Bruder nach der Internationalen Ausstellung an Herrn K. schickte. Um den Sinn dieser E-Mail zu verstehen, muss ich erneut ein wenig aus der Vergangenheit plaudern. Im Jahr 2008/2009 stand ich des Öfteren mit seinem im Winter 2007 aus Kanada importierten Rüden Salsa[1] zusammen im Ring. Ich fand es jedes Mal toll und gratulierte Herrn K., wenn Salsa gewann, denn er ist, meiner Meinung nach, ein wirklich typvoller Vertreter der Rasse. Allerdings bemerkte ich damals auch, dass der fesche Holländer ein echter Alleinunterhalter ist und eigentlich nur über seine eigenen Witze lachen kann. Aber gut, was soll´s. Wir haben doch alle unsere kleinen Macken und wenigstens kann er ganz alleine in einem kleinen Raum sitzen und sich kugelig über seine Witze lachen. Im Dezember 2009 stellte ich auf der Nationalen & Internationalen Ausstellung in Kassel aus. Auf der Nationalen Ausstellung gewann Joker nicht nur die Rasse, sondern wurde in der Gruppe auch noch 2. Die Freude war an diesem Tag natürlich groß und auch wenn es erst der erste Ausstellungstag war, so war dieses Ergebnis schon ein echtes Highlight und ich war mir sicher, dass ich es am 2. Tag nicht übertreffen konnte. Zu meiner Überraschung gewann am zweiten Tag mein jüngster Rüde Sadiki mit 23 Monaten das BOB. Einerseits freute ich mich natürlich über diesen Erfolg, andererseits hätte ich den Rassesieg lieber für Joker gehabt, ist er doch viel erfahrener und in meinen Augen auch noch ein wenig „besser“. Entgegen meiner Erwartungen machte Sadiki im Ehrenring fast noch eine bessere Figur als im Rassering und erlangte völlig überraschend ein Best In Group 3! Eigentlich ist es überflüssig zu erwähnen, dass ich sprachlos war, oder? 2 Tage eine Ausstellung in Kassel und beide Tage wird ein Toller platziert und diese zwei Hunde sind Joker & Sadiki. Wow! Eine Woche später fand in Kassel die Clubschau des Retrieverclubs statt. Ich schrieb also auf meine Facebook-Pinnwand, dass es erneut nach Kassel ginge. Dieses Mal würde ich aber keine Gruppenplatzierung mit nach Hause bringen, da es auf einer Clubschau gar keinen Gruppenwettbewerb gibt. Ich müsste meine Fans also leider enttäuschen. Eigentlich dachte ich, dass auch der letzte Holländer diesen Witz verstehen würde, aber da hatte ich mich geirrt. Am nächsten Tag fand ich unter meiner Statusnachricht die Worte eines scheinbar sehr verärgerten Holländers, der doch tatsächlich behauptete, dass ich nicht jedes Mal eine Gruppenplatzierung erwarten könne, denn eine Ausstellung sei reine Glückssache. Das Ergebnis auf einer Ausstellung hat natürlich auch immer etwas mit Glück zu tun, denn es ist z.B. Glück, ob mein Hund heute in einer guten Tagesform ist und es gibt gerade im Gruppenwettbewerb einfach gigantische Rassevertreter. Ich kenne die Schwächen und Stärken meiner Hunde und genau aus diesen Gründen würde ich nie im Leben eine Gruppenplatzierung erwarten. Diese Einstellung hätte Herr K. eigentlich kennen müssen und desto weniger konnte ich seine freche Reaktion damals verstehen. Mit der Zeit bemerkte ich dann aber, dass er wahrscheinlich derjenige ist, der eigentlich mit Jokers Gruppenplatzierungen nicht leben kann, da auch er mich damals vermutlich belächelte, als ich immer und immer wieder am Gruppenwettbewerb teilnahm. Denn um seine plötzliche Unverschämtheit mir gegenüber zu erklären, gehe ich davon aus, dass auch er zu pflegen sagte, dass man mit einem Toller erst gar nicht in den Gruppenwettbewerb gehen müsse. Dass Joker als Toller eines 18 jährigen Mädchens mit einem Mal in der Gruppe Beachtung fand, muss für einen echten virtuellen holländischen Farmer nur schwer zu ertragen gewesen sein.
Nun aber wieder zurück in die Gegenwart. Auf der Ausstellung in Rheinberg gewann sein Salsa aus der Veteranenklasse heraus das BOB. Dass Herr K. und Frau S. sich über diesen Sieg freuen ist selbstverständlich und ich muss sagen, dass man Salsa das Alter auch wirklich nicht ansieht. Was mich hierbei jedoch sehr amüsierte, war die Tatsache, dass ich nun plötzlich Frau S. mit Salsa im Gruppenwettbewerb sah. Sie hatte doch tatsächlich auf diesen Wettbewerb gewartet und das, obwohl die Toller doch eigentlich nicht angeguckt werden!? Nanu, woher kommt dieser Sinneswandel? Dachte man, dass die Toller jetzt ein Abo auf eine Gruppenplatzierung bekommen haben? Ich weiß nicht, was das Ehepaar K. und S. sich denkt bzw. dachte und es ist mir eigentlich auch egal. Als mein Bruder und ich Frau S. allerdings hockenderweise im Ehrenring sahen, hatten wir einfach dieses innere Bedürfnis Herrn K. eine kleine Nachricht zu schreiben. Ich denke jeder von uns kennt das Phänomen, dass es Menschen gibt, die man einfach immer wieder auf die Palme bringen könnte. Wie kann man einen feschen Holländer, der nur über seine eigenen Witze lachen kann, also besser auf die Palme bringen als mit einer kurzen Nachricht und der Frage, ob denn da jemand dachte, er würde im Gruppenwettbewerb platziert werden. Wie erwartet brachte diese Frage den „virtuellen Farmermann“ auch auf die Palme, ja vielleicht lösten diese simplen Worte sogar ein kleines Lagerfeuer in ihm aus. Dies war keinesfalls beabsichtigt, aber im Winter kann es auch nicht schaden, wenn sich der Körper mal ein wenig erhitzt. Er verfasste nach dieser Nachricht meines Bruders also seine kleine „Mitteilung“. Mit seinem kleinen Artikel über mich und mein böses Verhalten stieß er bei seinen über 500 virtuellen Freunden auch auf sehr viel Resonanz. Na ja, zumindest sprachen ihm 9 dieser Freunde ihr Mitgefühl aus. Dabei ist es immer wieder spannend zu beobachten, wie viele Menschen meinen sie müssten bei irgendwelchen Themen mitreden, obwohl sie den Sachverhalt überhaupt nicht kennen und es ist besonders interessant zu sehen, wie das Ehepaar K. und S. Tatsachen verdrehen kann. Zu Beginn meiner Ausführungen erwähnte ich bereits seinen ersten Gehirnfurz. Mitllerweile kann ich mir denken, dass ihm dabei ein kleiner Rechtschreibfehler unterlaufen war und der Herr „Farmer“ damit eigentlich aussagen wollte, dass ich eine schlechte Verliererin sei (engl. Verlierer = loser). Denn er behauptete auch, dass ich schon mehrfach schlecht über andere Gewinnerhunde, deren Besitzer und Richter gesprochen hätte. Nun, lieber Herr K, ich glaube Sie verstehen mich nicht! Ob das nun an meiner kindlichen Ausdrucksweise oder an Ihrem fortschreitendenAller und dem Stress mit Ihrer virtuellen Farm liegt, mag ich mir nicht anmaßen zu beurteilen. Ich kann jedoch mit Gewissheit sagen, dass ich kein schlechter Verlierer bin und dass ich nicht schlecht über Gewinnerhunde geredet habe. Sie können mir lediglich vorwerfen, dass ich ein direkter Mensch bin und beispielsweise die Meinung vertrete, dass ein Champion-Titel bei den Tollern ein sehr leicht verdienter Titel ist und dass somit allein ein Championtitel nichts über die Qualität des Tollers aussagt. Und ja, ich habe auch gesagt, dass einige Toller in der Championklasse starten, die eigentlich „nur“ ein SG verdient haben. Leider besitzen aber nur die wenigsten Richter den Mut, einem vermeintlichen Championhund ein SG zu vergeben. Folglich kann es auch durchaus vorkommen, dass ein „schlechter“ Toller, unter nachlässigen Richtern, leider mal die Rasse gewinnt und das, obwohl eigentlich Hunde anwesend sind, die es eher verdient haben. Denkt ein Besitzer eines fast 5 jährigen Rüden, der ohne Zweifel Mängel besitzt, aufgrund von 6 BOBs, die er innerhalb von 4 Jahren gesammelt hat und das unter Richtern, die aus einem Land kommen, indem die Rasse wegen ihrer schlechten Qualität zu Recht keinen Championtitel verleihen bekommt, dass sein Hund ein wahrer „Ausnahmehund“ sei und ich auf seine Erfolge nur neidisch sei, dann muss ich wirklich schmunzeln. So einem Mann antworte ich natürlich, dass ich gar nicht abstreiten möchte, dass sein Hund evtl. ein V verdient hat. Aber im Vergleich mit anderen Hunden seiner Rasse kann er einfach nicht mithalten und ich kann nicht verstehen, wie man seinen eigenen Hund so schlecht einschätzen kann, vor allem dann nicht, wenn man doch eigentlich ein echter „Rassekenner“ sein möchte. Für mich zeugt so ein Verhalten davon, dass man weder eine Ahnung von der Rasse, geschweige denn vom Rassestandard hat. So etwas finde ich schade, denn gerade wenn man regelmäßig ausstellt, sollte es das A und O sein, dass man sich intensiv mit dem Standard auseinandersetzt.
Wenn der Herr K. aufgrund dieser Äußerungen von mir meint, ich sei ein schlechter Verlierer, dann glaube ich, dass er mich einfach nicht versteht oder nicht verstehen möchte. Nun ja, ich verstehe auch nicht alles im Leben, also wäre es folglich falsch von einem „virtuellen Farmermann“ zu verlangen dass er mich versteht. Andersherum halte ich mich aber bei solchen Themen, die ich nicht verstehe, zurück. Kommen wir nun zu seinem zweiten Gehirnfurz. Wie schon erwähnt, war es mein Bruder, der die besagte E-Mail an Herrn K. schickte. Anstatt mich zu fragen, ob Magnus mein Bruder ist, geht Herr „Farmer“ einfach davon aus, dass diese Person von mir erfunden sei, um ihm im Namen einer anderen Person diese Nachricht schicken zu können. Lieber Herr „Landwirt“, eigentlich müssten Sie wissen, dass ich kein Problem habe, in meinem Namen meine Meinung zu äußern und ich frage mich ernsthaft, mit welcher Gewissheit Sie denn davon ausgehen konnten, dass ich keinen Bruder besitze. Wir standen ein paar Mal zusammen im Ring, aber das bedeutet doch nicht, dass sie gleich meine ganze Familie kennen und deshalb einfach ausschließen können, dass mein Bruder sie kontaktiert. Zum Glück ist es nicht so, dass man gleich alles über seine Ausstellungskollegen weiß, denn ich möchte nicht wissen, ob es noch mehr von Ihrer „Farmersorte“ gibt. Bevor Sie sich das nächste Mal wieder den Kopf darüber zerbrechen, ob sie gerade mit einem Verwandten von mir oder einer fiktionalen Person in Kontakt getreten sind, so fragen Sie doch kurz bei mir nach. Ich bin auch gerne dazu bereit Ihnen eine Kopie des Familienstammbaums zukommen zu lassen. Obschon ich natürlich zugeben muss, dass ich zum derzeitigen Zeitpunkt nicht mit Sicherheit sagen kann, wo sich dieser befindet. Ich denke, wir hätten jetzt geklärt, dass ich tatsächlich einen Bruder namens Magnus habe und dass dieser die Nachricht an Herrn K. geschickt hat. Natürlich möchte ich nicht abstreiten, dass zwei Hirne kreativer sind als eins. Des Weiteren hat Herr K. darüber nachgedacht, ob wir (mein Bruder & ich) einfach nur kindisch seien oder unter einem psychischen Problem litten. Wenn ich recht informiert wurde, so entschied er sich dafür Letzteres zu wählen. Ich gehe mal davon aus, dass er dies wählte, da er dachte, dass es mich ein wenig verärgern würde. Lieber Herr „Farmer“, da haben sie leider falsch gedacht! Machen wir uns doch nichts vor! Seit Menschengedenken werden überdurchschnittlich intelligente Menschen von anderen Menschen als „geistig gestört“ abgestempelt und das einfach, weil ein Durchschnittslandwirt – pardon Durchschnittsmensch – ihnen nicht folgen kann. Außerdem gibt es Kriterien, die festlegen, ab wann man von einer psychischen Störung reden kann. So wird u.a. vorausgesetzt, dass der Betroffene unter dieser psychischen Störung leidet. Ihrer Vermutung zur Folge, wäre ich die betroffene Person, aber wie man sieht bin ich quietschfidel. Dies bedeutet, dass ich entweder einen richtig tollen Therapeuten habe, der es mir erlaubt, meine Störung auszuleben, ohne jedoch selber darunter zu leiden oder aber, ich leide unter gar keiner psychischen Störung. Ehrlich gesagt, bekommt man bei Ihnen, Herr K, den Eindruck, dass Sie psychische Erkrankungen ins lächerliche ziehen. Viele wirklich psychisch gestörte Menschen kämpfen täglich mit sich und ihrem Schicksal und ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Menschen froh wären, wenn sie behaupten könnten, dass sie unter einer psychischen Störung leiden, weil sie einem feschen Holländer witzige Nachrichten schicken, anstatt zu erzählen, dass sie unter PTBS oder Zwangsstörungen leiden. Nun frage ich mich, wer hier schlecht und niveaulos über andere Menschen redet!
Jetzt ist es aber an der Zeit, die von Herrn K. gewählte Überschrift seiner Mitteilung über mein Verhalten genauer unter die Lupe zu nehmen. Sie lautet: „Ist das kurios oder nicht, benötige Hilfe!“ Wie ich hier zusammenfasste, berichtete Herr K. in dieser Mitteilung über mein Nicht-Ausstellen von Sadiki, nannte mich „schlechte Verliererin“, behauptete, dass ich schlecht über BOB-Toller, deren Besitzer und Richter redete und diagnostizierte mich per Ferndiagnose, aufgrund der geschickten Nachrichten meines Bruders , als psychisch gestört. Gratulation Herr K., sie haben in Ihrer kleinen Mitteilung mein Verhalten falsch dargestellt, aber immerhin, sie haben es dargestellt! Allerdings frage ich mich die ganze Zeit, warum Sie in ihrer kurzen Anmerkung um Hilfe baten! Sie erwähnten, meines Wissens, im letzten Abschnitt, dass Sie kein professioneller Ratgeber seien und dass jeder Ratschlag geschätzt werde. Bei allem Respekt lieber Herr K., aber es ist wirklich überflüssig zu erwähnen, dass Sie kein professioneller Ratgeber sind, denn dies merkt man Ihnen einfach an. Sie betonen ja auch nicht explizit, dass Sie Englisch schreiben, denn auch das merkt man, wenn man Ihren Text liest. Ferner frage ich mich immer noch, auf was für einen Ratschlag Sie gehofft haben. Normalerweise stellt man eine Frage á la: „Weiß jemand, wie ich mit dieser bösen, bösen Person umgehen muss, ohne selbst dabei böse zu werden?“ und erst dann ergänzt man die Floskel „jeder Ratschlag wird geschätzt“. Da ich es vermutlich nicht nur mit einem feschen, sondern auch mit einem klugen Holländer zu tun habe, gehe ich davon aus, dass Sie diese Frage absichtlich wegließen, da Sie eigentlich gar keinen Ratschlag von dritten Personen benötigten. Vielmehr – so vermute ich – wollten Sie Ihren virtuellen Freunden zeigen, was für ein böser Mensch ich bin. Nun stellt sich mir natürlich eine neue Frage: Warum verwendeten Sie dann nicht einfach die Überschrift „Vorsicht, böser Mensch inmitten unserer Tollergemeinde!“ ? Diese Frage kann ich nicht beantworten, weil ich glücklicherweise nicht in Ihren Kopf gucken kann, aber rein hypothetisch gehe ich davon aus, dass Sie Angst hatten, dass das Ganze, bei einer solchen Überschrift wie eine „Hetzjagd“ wirken könnte. Eventuell befürchteten Sie auch – rein hypothetisch –, dass Sie etwas mehr zu Ihrer kurzen Mitteilung erklären müssten und das ist natürlich nicht leicht, wenn man die Intention hinter den Aussagen eines anderen Menschen nicht versteht. Wie mir berichtet wurde, hat auch die Ehegattin Frau S. die Mitteilung ihres Mannes kommentiert. Sie schrieb dort, dass es erschreckend sei, dass ein Mensch nicht in den Spiegel gucken könne und sein eigenes Verhalten sehe. Da das Ehepaar glücklich verheiratet ist, gehe ich davon aus, dass sie diese Aussage nicht auf Ihren Ehegatten bezog, sondern auf mich. Ich kann Sie aber beruhigen, liebe Frau S. Ich finde so ein Verhalten zwar nicht gleich „erschreckend“, aber ich finde es schade! Um sicherzugehen, dass ich nie zu dieser Menschengruppe gehören werde, habe ich in meinem Zimmer anstelle von Fotos nur Spiegel an den Wänden hängen. Das ist einfach eine klasse Lösung, obschon ich mich manchmal erschrecke, wenn ich mich mal wieder beim Popeln erwische. Aber, hier haben wir doch den Beweis: Sollte ich mich popelnd im Spiegel sehen, so unterlasse ich dieses Verhalten sofort. Ich kann also in den Spiegel gucken und mein Verhalten erkennen! Erschreckend finde ich viel mehr, dass Sie lügen Frau S.! Sie lügen, indem Sie behaupten, dass Sie von deutschen Tollerbesitzern (Pluralform) wüssten, die leider ohne Erfolg versucht haben mit meiner Mutter und mir über mein böses Verhalten zu reden. Bisher kam nur ein aufgebrachter Tollerbesitzer – der Herr P. – auf meine Mutter zu und wollte auch schon gleich, ohne etwas konstruktives gesagt zu haben, wieder gehen. Schließlich nahm er dann doch noch einmal all seinen Mut zusammen und sprach meine Mutter und mich an. Er regte sich auf, dass ich behauptete, dass sein älterer Rüde keine Championqualität besäße. Sein Hund sei schließlich ein Champion und damit sei es bewiesen, dass sein Rüde ein V verdiene und überhaupt sei alles Geschmackssache und ich sollte seinen Hund nicht schlecht reden. Ich antwortete erneut – und kam mir dabei fast vor wie ein Papagei – , dass ein deutscher Championtitel unter den Tollern ein leicht verdienter Titel sei und somit nicht immer viel über die Qualität des Hundes aussagen würde. Ich verwies auf seinen jüngeren Rüden, der meiner Meinung nach ein typvoller Rüde mit Championqualität ist. Wenn er seine beiden Rüden vergleiche, müsse er doch den Unterschied sehen. Nein, ein Herr P. sieht den Unterschied nicht und es machte keinen Sinn dieses Gespräch fortzuführen. Glücklicherweise richtete an diesem Tag in Hannover ein Richter, der auch in der Championklasse die einzelnen Hunde noch genau beurteilte und so bekamen , bis auf Joker, die restlichen 3 Championrüden ein SG. Unter diesen Hunden befand sich auch der ältere Rüde von Herrn P. Der jüngere Rüde bekam hinter Joker das Reserve CACIB. Herr P. verließ daraufhin schnaufend den Ring und riss seine Krawatte vom Hals. Jetzt frage ich mich 1. wer kann nicht verlieren und 2. seit wann spricht man von einer einzelnen Person im Plural? Ich hatte nicht den Eindruck, dass Herr P unter einer multiplen Persönlichkeitsstörung leidet und somit bin ich mir ganz sicher, dass Frau S. lügt. Sollte Herr P. – hypothetisch gesehen – mehrere Persönlichkeiten besitzen, so würde ich mich bei Frau S. dafür entschuldigen, dass ich sie eine Lügnerin genannt habe. Außerdem würde ich dann natürlich auch gerne wissen, mit welcher Persönlichkeit wir in Hannover geredet haben. Es war eine sehr aufbrausende, grammatikalisch nicht immer überzeugende Persönlichkeit, falls dies, im unwahrscheinlichen Falle einer multiplen Persönlichkeitsstörung, bei der Zuordnung behilflich wäre.
Nachdem ich nun zu allen angesprochenen Punkten in Herrn Ks Mitteilung Stellung bezogen habe, möchte ich gerne noch auf eine weitere Aussage von seiner Ehegattin zu sprechen kommen. Frau S. schrieb in ihrem Kommentar ferner, dass es eine Schande sei, eine Person wie mich in der Tollergemeinschaft zu haben. So eine Person wie mich? Liebe Frau S, es ist Ihrer Meinung nach also eine Schande, eine Tollerbesitzerin in der Gemeinde zu haben, die sich dafür einsetzt, dass der Toller eine Arbeitsrasse ist und bleibt. Es ist Ihrer Meinung nach also eine Schande, eine Tollerbesitzerin in der Tollergemeinschaft zu haben, die ihre Hunde auf Retrieverprüfungen führt und zur selben Zeit im deutschen Ausstellungswesen BIG Platzierungen und zum ersten Mal sogar eine BIS Platzierung erreicht. Zusammenfassend ist es für sie also eine Schande, wenn eine Tollerbesitzerin das Ziel hat, die Gesundheit, die Arbeitsanlagen und das standardgemäße Erscheinungsbild der Toller zu erhalten bzw. zu fördern. Wenn ich aber Ihre Beiträge in verschiedenen Foren lese, so hatte ich bisher immer den Eindruck, dass auch Sie die eben genannten Ziele verfolgen. Folglich bleibt mir nichts anderes übrig, als von Ihnen und Ihrem „Farmer“ den Eindruck zu bekommen, dass sie beide einfach nicht damit leben können, dass ein 15 jähriges Mädchen einen Duck Toller aus Schweden importiert, diesen auf in- und ausländischen Retrieverprüfungen führt und schließlich nach 2 ½ Jahren nicht nur einen zweiten Rüden besitzt und führt, nein, das Mädchen hat nun auch Spaß an der deutschen Ausstellungswelt gefunden. Diese war doch über Jahre hinweg von den holländischen und belgischen Züchtern dominiert und nun kommt dieses Mädchen und hat auch noch einen echten „Showhund“, der nicht nur des Öfteren BIG Platzierungen erreicht, nein, er wird auch als erster Toller in Deutschland dritt bester Hund einer Internationalen Ausstellung und selbst der jüngste Rüde hat mit 23 Monaten schon ein BIG 3 erreicht. Angesicht dessen, dass ich mit 15 Jahren begonnen habe und jetzt erst 19 Jahre alt bin, kann man sich denken, dass dies erst mein Anfang in der „Tollerwelt“ ist und vielleicht fürchtet man bzw. der ein oder andere Holländer sich ja genau davor!? Nach diesen Zeilen kann ich mir regelrecht vorstellen, wie das Ehepaar K. und S. vor ihrem Computer sitzt und vor Wut nur so brodelt. Bevor Sie jedoch vor lauter aufgestauter Energie Ihren Computer zerstören, erlauben Sie und alle anderen Leser mir bitte, meinen Artikel ordnungsgemäß zu beenden. Wenn Sie danach immer noch den Drang verspüren Ihren PC kaputt zu hauen, dann werde ich Sie selbstverständlich nicht davon abhalten. Die Kosten für die Reparatur übernehme ich allerdings auch nicht. Wie ich gerade erwähnte, stehe ich mit Joker & Sadiki erst am Anfang in der Tollerszene und aus diesem Grund bin ich mir darüber im Klaren, dass ich noch einiges lernen muss. Allerdings weiß ich auch, dass das Ehepaar K. und S. nicht zu den Personen gehört, von denen ich etwas lernen möchte. Mir liegt es dennoch fern Herrn K, Frau S. oder gar ihre Zucht schlecht zu reden. Ich denke – auch wenn mir momentan kein Name einfällt – dass sie in ihren über 10 Jahren Tollerzucht bestimmt einen überdurchschnittlichen Toller gezüchtet haben und wenn es kein Toller war, so war es vielleicht ein Hund der Rasse, die Herr K. oder Frau S. vor den Tollern gezüchtet haben. Wenn mich jemand als „schlechte Verliererin“ und „Schande für die Tollergeimeinschaft“ darstellt, so muss derjenige auch davon ausgehen, dass ich mich ein wenig mit seiner Zucht/seinen Hunden auseinandersetze. Genau das habe ich getan und möchte aus diesem Grund meinen Eindruck von Herrn Ks und Frau S Tollerzucht abschließend mit meinen Lesern teilen. Es handelt sich bei diesem Eindruck um meinen persönlichen Eindruck, daher sollte niemand die Zucht von Herrn K. oder Frau S. allein aufgrund meiner Aussagen bewerten, aber vielleicht kann mein Eindruck bei Ihren Bewertungen behilflich sein, indem Sie meinen Eindruck entweder als „schwachsinnig“ und „weithergeholt“ abtun oder aber teilen.
Wie wir alle wissen ist der Toller eine Arbeitsrasse und benötigt dementsprechend Beschäftigung. Meine beiden Rüden sind 4 ½ und 3 Jahre alt und ich verbringe neben den täglichen Spaziergängen mindestens 2 x die Woche 2-3 Stunden im Gelände und arbeite mit Dummies. Am Wochenende ist der Samstagnachmittag immer für die Dummyarbeit reserviert. Das alles lässt sich neben meinem Studium gut regeln, wobei in der Woche eine Dummyarbeit manchmal etwas kürzer ausfallen muss. Auch wenn ich es gerne wollte, kann ich mir mit Rücksichtnahme auf Joker & Sadiki momentan keinen dritten Toller anschaffen, da ich persönlich neben meinem Studium 3 Tollern nicht so gerecht werden könnte, wie ich es mir für meine Hunde wünsche. Ein Hund einer Arbeitsrasse beansprucht immer etwas mehr Zeit, vor allem, wenn man ihn auch auf Prüfungen führen möchte. Das Ehepaar K. und S. beherbergt zur Zeit 12 Toller (4 Rüden und 8 Hündinnen). Nehmen wir als Beispiel mal an, dass Frau S. arbeiten geht und Herr K. neben seiner virtuellen Farmarbeit keiner weiteren Beschäftigung nachgeht und nehmen wir ferner an, dass die Hälfte der Hunde Frau S. und die andere Hälfte Herrn K. gehört, so hat jeder von ihnen neben ihrem Job bzw. neben seinen virtuellen Farmarbeiten noch jeweils 6 Hunde zu versorgen und vor allem zu beschäftigen! Man muss natürlich beachten, dass der holländische Zuchtverband keine Arbeitsprüfung vorschreibt, somit müssen Herr K. und Frau S. ihre Toller natürlich nicht ganz so intensiv trainieren. Ob dies die Anzahl der Hunde relativiert kann jeder für sich entscheiden. Wo wir gerade über die Zuchtordnung sprechen, möchte ich noch erwähnen, dass das Ehepaar K. und S. zu den „zertifizierten Züchtern“ gehört. Auf ihrer Internetpräsenz betonen sie, dass sie sich an die „strengen Regeln“ des Zuchtclubs halten müssen. Unter „strenge Regeln“ verstehen sie beispielsweise u.a. dass eine Hündin erst mit 22 Monaten gedeckt werden darf und nicht mehr als 2 Würfe innerhalb von 24 Monaten großziehen darf, sowie dass die Hündin mit 8 Jahren und/oder einem Maximum von 4 Würfen aus der Zucht ausscheidet. Ich finde es absolut richtig und wichtig, dass ein Züchter sich an diese Regeln halten muss und diese Zuchtordnung auf seiner Webseite verlinkt. Aber ich denke doch, dass die eben aufgeführten Punkte eine Selbstverständlichkeit für jeden Züchter darstellen sollten. Natürlich müssen diese Punkte in einer Zuchtordnung festgelegt werden, aber auf der Internetseite des Züchters gehören sie meiner Meinung nach nicht nur unter „Zuchtregeln“, sondern vielmehr schon in die Zuchtphilosophie . Aber dies ist nun wirklich Geschmackssache. Stöbert man etwas weiter auf Herrn Ks Webseite, so stößt man auf ein paar sehr interessante Aussagen. Herr K. schreibt beispielsweise, dass seine Suche nach einem geeigneten Deckrüden immer sehr zeit- und energieaufwendig sei. Ja, davon habe ich auch schon gehört. Glücklicherweise geben sich die meisten Züchter dabei sehr viel Mühe. Einige reisen quer durch Deutschland, besuchen die Tollerspecialty in Schweden, einige reisen auch bis nach Kanada oder Amerika und das alles, um den passenden Rüden zu finden oder aber um ihn einfach einmal „live“ gesehen zu haben. Herr K. reist wahrscheinlich einmal quer durch sein Wohnzimmer, um jeden seiner eigenen Rüden noch einmal zu begutachten. Zumindest hat er seit Januar 2007 bis zum heutigen Tage[2] nur seine eigenen Rüden verwendet. Wenn er für seine Ehegattin die Ahnentafeln ab und an versteckt, so kann man natürlich nicht abstreiten, dass die Deckrüdensuche immer wieder zeit- und energieaufwendig ist. Zeit und Energie sind natürlich auch relativ. Genau wie das Wort „häufig“. So schreibt Herr K. auf seiner Webseite, dass in seinem Kennel nicht häufig ein Wurf fällt. Nun, seit Oktober 2006 bis Februar 2010 , also in weniger als 4 Jahren, fielen bei ihm 9 Würfe. Ich persönlich würde dies als häufig bezeichnen, vor allem, wenn man bedenkt, dass für kommenden März 2 weitere Würfe[3] geplant sind. Übrigens schreibt er auf seiner Webseite ferner, dass er eher keine 2 Würfe auf einmal großzieht. Aber gut, nur weil man etwas vorzieht, heißt es ja nicht, dass etwas anderes nicht doch passieren kann und wie ich schon sagte ist alles im Leben relativ. Ich denke, dass es aus meiner Sicht angemessen war zu Herrn Ks Anschuldigen gegen mich Stellung zu beziehen und ich denke, es war ebenfalls angemessen meinen Eindruck von Herrn Ks Zucht mit meinen Lesern zu teilen. Abschließend betone ich erneut, dass ich weder denke, dass meine Hunde perfekt sind, noch glaube ich, dass ich perfekt bin. Joker & Sadiki haben beide ihre Schwächen, sowohl in den Arbeitsanlagen als auch im Exterieur. Ich bin mit Sicherheit keine perfekte Dummytrainerin und auch keine perfekte Ausstellerin. Aber ich denke, dass ich behaupten kann, dass ich eine Person bin, die in dem Duck Toller ihre Lieblingsrasse gefunden hat und genau aus diesem Grund liegt es mir am Herzen, diese Rasse sowohl in ihren Arbeitsanlagen als auch in ihrem standardgerechten Erscheinungsbild zu fördern und zu verbessern. Des Weiteren denke und hoffe ich, dass ich für Joker und Sadiki eine gute Besitzerin/Hundeführerin und Ausstellerin bin, sodass meine Hunde mit ihrem Leben bei mir glücklich sind. Denn nur wenn sie glücklich sind, dann kann auch ich glücklich sein. Momentan bin ich sehr glücklich und so stört es mich nicht, wenn mein fescher Holländer denkt, ich sei eine „schlechte Verliererin“. Ich denke, dass er eigentlich ein ganz netter Kerl ist, aber vielleicht irren wir uns ja auch beide. Irren ist menschlich, oder nicht?! / Alexandra Westermann
[1] Name des Hundes geändert
[2] Die Übersicht über die bisher gefallenen Würfe in seinem Kennel reicht leider nur bis Herbst 2006 zurück
[3] Deckrüden sind Eigentum von Herrn K. und Frau S.